Mit schlechtem Gewissen fliegen? – Oder im Universum ankommen?

Wissen, Gewissen und Handeln – bzw. Nicht-Handeln – sind Dinge, die wir in unserer Kultur nicht selbstverständlich zusammenbringen.
So bekunden zum Beispiel laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Luftverkehrswirtschaft 62 Prozent der Grünen-Wähler, gern den Flieger zu nehmen und 49 Prozent sind faktisch in den letzten 12 Monaten vor der Umfrage geflogen; mit beiden Werten liegen sie deutlich über dem Durchschnitt der Wähler anderer Parteien. Die Grünen-Wähler seien vergleichsweise gut ausgebildet und gut verdienend, erklärt Martin Kroh vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung einem Spiegel-Redakteur. Und wer genug verdient und sich bilden oder gepflegt chillen will, fliegt eben. Ob nun mit gutem Gewissen oder mit schlechtem. Denn man kann wohl auch davon ausgehen, dass diese Konsumentengruppe am ehesten darüber Bescheid weiß, wie schädlich das Fliegen für die Umwelt und die uns nachfolgenden Generationen ist. Deswegen finden es die Grünenwähler auch am wenigsten gut, „dass sich heute so viele Menschen leisten können, zu fliegen“. Sie wissen oder könnten auch wissen, dass der Effekt des Fliegens alle anderen Klimasünden, die man sich sonst so leistet, schnell überwiegt. Wer einmal in die Karibik und zurück fliegt, hat sein klimaverträgliches Jahresbudget an CO2-Emissionen schon weit überschritten. Auch wissen können – oder könnten – die Grünenwähler, dass Kohlendioxid und Stickoxide in luftiger Höhe rund dreimal stärker als am Boden wirken und so besonders stark zum Treibhauseffekt beitragen und dass die ultrafeinen Staubteilchen aus den Jettriebwerken sogar noch kleiner als die Rußpartikel im Dieselabgas sind und schon die gelten als gesundheitsschädlich. Diese Schadstoffe bleiben bis zu 100 Jahre in der Atmosphäre und bewirken Umweltschäden, die niemand mehr ungeschehen machen kann.

     Visualisierung:  24 Stunden Luftverkehr über GB und Europa in 2 Minuten.  Quelle: NATS

Die High-Tech-Fans verweisen an dieser Stelle gern auf den technischen Fortschritt, mittels dessen der Treibstoffverbrauch pro Personenkilometer seit 1990 um 42 Prozent gesenkt werden konnte. Aufgrund des enormen Wachstums im Luftverkehr steigen die CO2-Emissionen aber trotzdem noch rasant. In Deutschland haben sie sich seit 1990 verdoppelt. Und ein weiterer Anstieg wird prognostiziert. Die Folgen für das Klima und die Lebensqualität der uns nachfolgenden Generationen sind fatal. Man kann wohl mit einigem Recht feststellen: mit der Benutzung eines Fliegers kann man den heute aufwachsenden Kindern und deren zukünftigen Kindern so viel Leid und deren Lebensgrundlagen so viel Schaden zufügen wie mit keiner anderen Methode, ohne dass man dafür juristisch belangt werden könnte.

Kann man Flieger denn nicht auch mit Bio-Kerosin antreiben, das zum Beispiel aus Algen oder Zuckerrohr produziert wird und sogar sauberer verbrennt als fossiles? Theoretisch ja, nur: die Energiepflanzen brauchen wie alle anderen Pflanzen Platz und Dünger – viel von beidem – und die Algen Sonnenlicht – auch viel – und ein entsprechend großes Gewächshaus, wo sie großtechnisch gut versorgt gezüchtet werden könnten. Das ist aber noch Zukunftsmusik und ob es sich ökologisch und ökonomisch bewährt, ist höchst fraglich.
All das wissen wir – oder wir können es leicht wissen, wenn es uns wirklich interessiert – aber dieses Wissen hat keinen Einfluss auf unser Handeln. Oder, in diesem Fall, auf unser Nicht-Handeln. Dieser Effekt hat, wie könnte es anders sein, auch schon einen Namen: «Kognitive Dissonanz». Leon Festingers Theorie der kognitiven Dissonanz von 1957 beschreibt einen – manchmal – nützlichen psychologische Mechanismus, der uns selbst die widersprüchlichsten und schädlichsten Dinge durch die rosarote Brille sehen oder komplett aus dem Gesichtsfeld ausblenden lässt. Der Effekt kann drastisch wirken. So kann man etwa in alternativen Zusammenhängen gelegentlich Menschen erleben, die aus ethischen Gründen für Veganismus plädieren und diesen auch mit geradezu militanten Methoden vertreten, die dann, wenn sie sich von ihrem Engagement zugunsten der Biosphäre erholen möchten, seelenruhig, wie jedes Jahr, den Winter über nach Bali jetten. Wobei es sich durchaus nicht nur um engagierte, sondern auch um hochgebildete und geistig ansonsten überdurchschnittlich fitte Menschen handelt.

Die Frage an eine spirituelle Praxis wäre jetzt: Kann ein «Nach Innen gehen» an unserer kognitiven Dissonanz, von der wohl kaum ein ökologisch engagierter Teilnehmer an der industrialisierten Zivilistion völlig frei ist, etwas verändern?

Der nach Maßgabe aller Anhänger des Neo-Advaita sehr erfolgreich ‚Nach-Innen-Gegangene‘, manche sagen «erleuchtete», laut Selbstaussage «bewusstseinsverwandelte» Medienstar Eckhart Tolle lud seine Anhänger schon einmal zu einer (Flug-) Reise zum Meditieren nach Rishikesh (Indien) ein und schrieb dann ein Buch mit dem schönen Titel: «Eine neue Erde. Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung». Der Verlag (Randomhouse) preist das Buch an: «Unsere bisherige Sicht der Welt funktioniert nicht mehr. Wenn wir sie nicht ändern, bewegen wir uns auf zunehmend gefährlichem Terrain mit dem Potenzial zur Selbstzerstörung. Für Tolle existiert jedoch eine Alternative zu diesem düsteren Zukunftsszenario [«mit Potenzial zur Selbstzerstörung»]: ein innerer Quantensprung, verbunden mit einem fundamentalen Wandel von unserem alten zu einem gänzlich neuen Bewusstsein …» Der Autor dieses so angepriesenen Buches lebt ein ganz durchschnittliches Leben, wie alle seine Nachbarn in Vancouver und Kalifornien, mit einem Sportwagen («Infiniti») als Zweitauto und vielen Flugreisen und einem ökologischen Fußabdruck, der vielleicht sechs bis zehn Erden brauchen würde um nachhaltig und fair tragbar zu sein. Kognitive Dissonanz in Reinkultur.

Man könnte den Verdacht gewinnen, besonders wenn man sich auch solche Bücher wie Brian Daizen Victorias «Zen at War» (Rowman & Littlefield, 1997) zugemutet hat, dass intensives Nach-Innen-gehen die Fähigkeit und Neigung zur kognitiven Dissonanz noch verstärkt. Man kann eben das erfolgreiche Jetzt-Gefühl, wie zum Beispiel ein Eckhart Tolle es anpreist, auch benutzen um sich aus dem Bewusstsein der Umstände und der Folgewirkungen seiner eigenen Taten – oder Nicht-Taten – herauszustehlen und in eine antrainierte «Gegenwärtigkeit» hineinzuflüchten: «Man muss seine ganze Aufmerksamkeit auf den jetzigen Moment legen, in dem sich die Fülle des Lebens offenbart: Hören Sie gerade den Vogel durch das geöffnete Fenster zwitschern? Das Windspiel klimpern? Freuen Sie sich daran. Das ist das ‚Jetzt‘. Wir müssen wieder ein Gegenwartsbewusstsein lernen.» Und so weiter, wir kennen das …  Dieses ‚Im-Hier-&Jetzt-Sein‘ oder der «Flow» oder auch Achtsamkeit … – alle diese Dinge funktionieren, genauso wie Naturwissenschaft funktioniert und genauso wie die Naturwissenschaft befreien sie uns nicht von der allgemeinmenschlichen Pflicht zur Menschlichkeit und zu einer grundlegenden Moral. Und wahrhafte Menschlichkeit heißt eben auch: bereit zu sein, sich der eigenen inneren Widersprüchlichkeit und der eigenen kognitiven Dissonanzen bewusst zu werden. Und wenn die nationalistischen japanischen Mönchssoldaten sich vor hundert Jahren mit Hilfe von Zen-Meditation das Chinesenabschlachten leichter gemacht und in der Folge an regelrechten Kriegsverbrechen teilgenommen haben, dann ist das effektiver Missbrauch von Technik, in diesem Fall innerer Technik. Und wenn jemand sagt, dass er aufgrund einer «Bewusstseinsverwandlung» zu einem «vollkommen glücklichen Menschen» geworden ist und gegen besseres Wissen und ohne Not einen Lebensstil pflegt, der einen grob überzogenen ökologischen Fußabdruck mit sich bringt, dann ist dieser Mensch vielleicht glücklich und hat eine enorme Ausstrahlung auf viele Anhänger, die sich nicht so glücklich fühlen, aber er lebt sein «Glück» um den Preis des – höchstwahrscheinlichen – massenhaften Leidens uns nachfolgender Generationen. Das kann man wohl – bei jemanden, der sich als «Bewusstseinsverwandelt» erklärt – als einen geradezu obszönen Mangel an Moral bezeichnen.

Die große Frage ist: Warum lassen wir es nicht einfach: das Fliegen, den Sportwagen als Zweitauto, den mindestens zweijährlichen Wechsel des Smartphones und des Notebooks, den Kauf des neuen A++ Kühlschranks in ein oder zwei Nummern größer und das neue TV ist so groß, dass man auf den Balkon raugehen muss um das Bild zu überblicken, was natürlich ein Argument für eine größere Wohnung darstellt … – warum lassen wir diese Sachen nicht einfach sein? Und die Antwort – eine mögliche Antwort – ist eben: wir sind existentiell unzufrieden und unglücklich. Existentiell, d.h. wir sind nicht, nicht eigentlich, mit dem Smartphone unzufrieden oder mit dem alten kleinen TV oder mit dem Notebook, dass sich durchaus auch noch reparieren ließe, sondern mit uns selber und mit unserer Situation in dieser Existenz. Und all diese Steigerungen des Konsums und der Mobilität und der Geschwindigkeit des Austauschs der Möblierung und der Kleidung sind … – zumindest nicht das Eigentliche. Denn, im Grunde wissen wir es ja jetzt schon: auch der neue Fernseher und die neue Klamotte wird uns nicht mit unserer Existenz versöhnen, nur der Kaufakt und das Auspacken bietet einen kleinen schwachen Kick. Was aber dann? Wenn wir erkenne oder ahnen, dass das Konsumspiel uns nicht zufriedener macht? Das Gegenteil von Immer-mehr praktizieren? Der Minimalismus als neuer Trend? Aber Minimalismus als Sport bleibt offensichtlich noch in der Negatividentifikation mit dem übermäßigen Konsum befangen. Begeisterte Minimalisten definieren sich über das Nicht-Haben und überbieten sich, bei YouTube dokumentiert, gegenseitig in der Reduktion der Anzahl ihrer Besitztümer.

Der Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa spricht als Gegenentwurf zum Glück-mittels-Konsum von Resonanzphänomenen. Die kann man erleben. Zum Beispiel wenn man im Chor singt und erlebt, dass dieses Singen in der Gemeinschaft erstens einmal toll klingen kann und dann noch ein Erlebnis von innerer Fülle schenkt, dass man weder kaufen noch herstellen kann. Oder wenn man sich von einem guten Astrophysiker ein paar Vorträge anhört und dann mit einem Amateurteleskop die Ringe des Saturn entdeckt oder die Andromeda-Galaxie oder die Krater des Mondes. Ein solches Erleben, wenn es durch ein Hintergrundwissen gestützt wird, kann einen Eindruck fürs Leben hinterlassen. Man kann auch ein Repair-Café im eigenen Stadtteil (mit-)begründen und dann Spaß haben am gemeinsamen Phantastische-Klamotten-Nähen oder am Linux-auf-gebrauchte-aber-gute-Notebooks aufspielen. Für solcherart Resonanzphänomene braucht es zunächst einmal Raum, auch einen inneren Raum. Und der innere Raum kann genauso durch Konsum und Dinge vollgestellt sein wie durch Minimalismus-Exzesse und wochenlange Gewichts-Minimierungsbemühungen des Wandergepäcks für eine Wochenendausflug, «Noch mal 25 Tipps, wie Du einfacher leben kannst» usw. – das ist nur die Negativversion von Konsum. Resonanz ist etwas anderes als sportliches Minimieren.

Die Bereitschaft für Resonanzphänomene setzt eine grundsätzliche Offenheit für Überraschungen, für Intuition, für Ungeplantes, auch für Unkontrollierbares voraus. Übrigens kann auch ein asketisch-sportliches, «Zen-mäßiges», In-der-Gegenwart-sein diese Offenheit blockieren. Wer nur noch in derjenigen «Gegenwart» existiert, die durch eine harte asketische Meditationspraxis geübt werden kann, der kann sprichwörtlich alles tun, und zwar sehr effektiv. Eine Abteilung in der Investmentbank managen oder Chinesen abschlachten, wie von japanischen Mönchssoldaten vor hundert Jahren praktiziert. Diese Form von In-der-Gegenwart-sein ist für nichts anderes mehr offen, als für die «Effizienz» des eigenen Funktionierens. Offenheit, durchaus auch Verletzlichkeit und Verletzbarkeit, auch die Fähigkeit, das eigene Glücksgefühl durch die Einsicht in die selbstpraktizierte kognitive Dissonanz empfindlich zu stören ist eben eine völlig andere Form des In-der-Gegenwart-seins als die asketisch-sportliche Variante.

Wir zeigen uns in diesen Dingen ja, leider muss man das feststellen, allzuoft noch als tumbe unzivilisierte Barbaren. Da, wo zum Beispiel die buddhistische Tradition sorgfältig zwischen Metta, Karuna, Maitri und Upeka unterscheidet, da kennen wir nur: «Mitgefühl». Und wissen dann eigentlich nicht viel damit anzufangen, außer dass uns die Management-Coaches heute erklären, nur wer Mitgefühl übt, kann die Leute in seiner Abteilung effektiv ansprechen und motivieren und das Maximum an Arbeitsleistung aus ihnen herausholen. Wir kennen also üblicherweise Mitgefühl einmal als weinerliche Schwäche von Memmen und dann als trickreiches Emotional-Leadership von aufstrebenden CEOs. Mehr wissen wir eigentlich nicht damit anzufangen. Dass die vier ganz unterschiedlichen Arten von Offenheit gegenüber anderen Wesen, die im Buddhismus eben als Metta, Karuna, Maitri und Upeka bekannt sind, ein ganzes Spektrum von Resonanz-Phänomenen gegenüber den Wesen eröffnet, die sich auch noch auf diesem Planeten aufhalten, ist für uns in der Regel ein unbeackertes Feld. Und ein Zen-für-Manager-Training öffnet den Zugang nicht nur nicht, sondern kann ihn sogar noch – etwa durch ein meditativ unterstütztes Streben nach «Power» und «Effizienz» verschließen. Meditation und auch «Achtsamkeit» kann sowohl Offenheit verschließen als auch innere Räume – und damit auch äußere Erlebnisräume – öffnen helfen. Insofern ist die innere Technik genauso ambivalent, wie die äußere Naturwissenschaft mit ihrer sogenannten «Wertfreiheit». Und der Test ist, wie auch in der Naturwissenschaft, in der Anwendung. The proof of the pudding is in the eating. Wenn eine Meditationspraxis mir nicht – mindestens über längere Zeit – zu mehr Offentheit, zu mehr Zugewandtheit, zu mehr Erleben von Resonanzphänomenen und zu mehr existentieller Fülle jenseits oder besser diesseits des Konsums und der zwanghaften Mobilität verhilft, dann verfehlt sie ihren eigentlichen Zweck, der immer mit den existentiellen Belangen des Menschseins unmittelbar verbunden ist.

Der Zen-Meister Richard Baker Roshi sprach von «Attitude-Training», das neben der formalen Sitzmeditation, jedenfalls seiner Überzeugung nach, essentiell für «den Weg» sei. Dieses «Attitude-Training», also diese bewusste Übung der Haltung, kann durchaus mit der äußeren, körperlichen Haltung beginnen. Praktisch kann man das in einer Tai-Chi Ausbildung erfahren oder in einer anderen Körpertherapie. Wenn ich mich bewusst anders hinstelle, mich bewusst anders bewege, dann fühle ich mich auch anders, meine Stimmung wird eine andere und auch meine Wirkung auf andere Menschen verändert sich. Wir können das erleben, zum Beispiel wenn ein Mensch mit einer deutlichen «Attitüde», mit einer betonten Körperhaltung und -Spannung in einen Raum, etwa einen Besprechungsraum, kommt; wir nehmen das, meist unbewusst, auch deutlich wahr. Damit kann man, sowohl in einem instrumentalistischen Sinne als auch in einem existentialistischen, üben und praktizieren. Und man kann sich dann, wenn man sich in diesem Sinne ein gewisses «Haltungsspektrum» erarbeitet hat, auch entscheiden – dafür, was man will, wofür man gehen will. Und diese Entscheidung liegt eben existentiell unter oder «vor» den Früchten, den eine gelungene Meditationspraxis bieten kann. Ob ich mich durchsetzen will oder offen werden will oder Effizienz entwickeln oder Resonanz erleben will … – all diese Entscheidungen muss ich leider – das nimmt uns eben auch keine «Bewusstseinswandlung» ab – selber für uns klären und selber aktiv entscheiden. Und ich kann und muss auch für mich selber entscheiden, ob ich einfach nur «glücklich» werden will, um den Preis der endgültigen Verdrängung meiner kognitiven Dissonanzen, oder ob ich offen bleiben oder werden will für das volle Spektrum, das ein bewusstes Leben als Mensch auf diesem Planeten eben auch bietet. Einschließlich der Gewissenskollisionen und der Verletzbarkeiten und der Widersprüchlichkeiten und der Entscheidungszwänge, die ein resonantes und existentiell offenes Leben eben sowohl bietet als auch fordert.

Der Punkt ist: Wenn ich mich für diese «innere» Offenheit entscheide – die fast immer auch gleich äußere Folgen hat – dann öffne ich mich zunehmend für eine Welt, die so vielfältig und existentiell unergründlich und auch durchaus aufregend – und auch nicht immer «sicher» – ist, dass ich keine, oder zumindest immer weniger, Kicks durch Konsumrauscherlebnisse oder Spontanflugreisen oder vergrößerte TV-Flatscreens brauche. All diese Dinge kommen mir dann zunehmend – den Wirtschaftsanalytikern zum Graus – als banal, belanglos, flach und nichtswürdig vor.

Und Meditationspraxis kann dann – über eine bloße «effiziente» konzentrierte Achtsamkeitsübung hinaus – den inneren Raum öffnen und die innere Stabilität und den Gleichmut trainieren, die und den es braucht um sich – immerhin! – dem gesamten Universum mit all seinen Möglichkeiten, mit seinen Sonnen, Sternen, Abgründen und glitzernden, gleißenden Widersprüchen, gegenüber zu stellen. Diese Möglichkeit steht uns offen … – wir können es uns aussuchen: Immer mehr Konsumkicks, immer mehr Mobilität, immer mehr Komfort – oder aber: Das Universum. Beides geht nicht. Wähle.

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